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Reptilien und Terrarien

Auch Tiere mit Homöopathie behandeln?

Dass Homöopathie ein sanfter und gleichzeitig effektiver alternativer Heilungsweg für den Menschen ist, dürfte allen längst bekannt sein. Dass sich auf diese Weise auch Krankheitszustände bei Tieren erfolgreich bekämpfen lassen, weiß indessen nicht unbedingt jeder. Und wenn überhaupt, so gehen sie davon aus, dass es sich dabei im Wesentlichen um die Behandlung von „Hund, Katze, Maus“ handelt – also um Homöopathie für die in Deutschland gängigsten Haustiere. Indessen wächst in unserem Land aber auch die Zahl der Halter von Reptilien. Ein Umstand, welchem immer mehr Tierheilpraktiker und der Tier Homöopathie zugewandte Veterinäre entsprechen, indem sie auch Kriechtiere mit homöopathischen Globuli, Tabletten oder Dilutionen behandeln.

Nicht immer kann eine derartige Therapie die Schul-Tiermedizin ersetzen - in den meisten Fällen aber erfolgreich unterstützen und so den Genesungsverlauf auf natürlichem Wege beschleunigen. Natürlich sollte auch bei dieser Tiergruppe nicht einfach unreflektiert homöopathisch „herum gedoktort“ werden. Eine gründliche Vorab-Untersuchung ist unverzichtbar, um die Beschwerden genau zu diagnostizieren – schließlich sind bei Reptilien gut 90 Prozent aller Erkrankungen die Folge von Haltungsfehlern.

Das mögliche Anwendungsgebiet der Homöopathie bei Kriechtieren, die als Haustiere gehalten werden, ist vielfältig und reicht von Verletzungen durch Biss oder Prellung, Verbrennungen und Vergiftungen, Knochenbrüchen und Lähmungen über Stoffwechselstörungen bis hin zu Abszessen und Entzündungen aller Art. Ist die Erkrankung diagnostiziert und die Behandlung mit homöopathischen Mitteln genau definiert, sollte der Tierarzt vor Beginn der Therapei testen, ob das entsprechende Tier eine alkoholische Lösung akzeptiert und ob es Milchzucker verträgt. Sollten beide Checks negativ ausfallen, dürfen die Medikamente nur in Globuli-Form dargereicht werden. Von großer Bedeutung ist außerdem noch die Bestimmung der Einnahmezeit. Reptilien sind nämlich wechselwarme Lebewesen – mit einem je nach Tierart nacht- oder tagaktiven Organismus. Da die Medikamente ihre optimale Wirkung entfalten sollen, müssen sie während des Aktivitäts-maximums des Tieres verabreicht werden. Das heißt: bei Nachtaktivität abends, bei Aktivität tagsüber direkt am Morgen.

 

 

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